Grußworte

Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats,
liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,

vor drei Jahren hier an gleicher Stelle hatte unser Kämmerer behauptet, dass 2014 für ihn in seiner jahrzehntelangen Tätigkeit in Neuffen der beste Haushalt aufgestellt worden sei. Jetzt muss er dies wohl oder übel revidieren. 2017 sieht es nämlich doch noch ein wenig besser aus als 2014. Und das hat wahrlich nichts damit zu tun, dass Herr Klingler nur deshalb einen so guten Haushalt aufgestellt hat, um seiner Nachfolge den Job des Neuffener Kämmerer mal so richtig schmackhaft zu machen. Und es hat ebenfalls nichts damit zu tun, dass es wohl der letzte in seiner Amtszeit ist. Sehr wohl könnte man zu der These kommen „ein guter Schluss ziert alles“. So weit sind wir aber noch lange nicht und es wäre, um der Wahrheit gerecht zu bleiben, auch nicht ganz zutreffend. Die seit zwei Monaten modern gewordenen „alternativen Wahrheiten“ gibt es zum Glück nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten jenseits des großen Teiches. Und dort lassen wir sie auch. Fastnacht ist zwar schon eine Woche vorbei. Aber man wird den Eindruck nicht los, in dem einen oder anderen Land auf der Welt regieren immer noch die Narren, angeführt von einem Obernarr.

Die Weisheit, dass das Glas nicht halb leer, sondern halb voll ist, können wir ohne Einschränkung auch in diesem Jahr verkünden. Die weiterhin wirtschaftlich positive Entwicklung unseres Bundeslandes schlägt sich auch im diesjährigen Haushalt der Stadt Neuffen nieder. Diese Feststellung darf ich treffen, worüber wir alle sehr froh sein können. Der gute Verlauf der Konjunktur und der damit einhergehenden guten Beschäftigungslage, die allgemeinen Lohnsteigerungen in 2016 sowie das Konsumverhalten bringen neben entsprechenden Gewerbesteuereinnahmen insbesondere auch einen erfreulichen Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit sich.

Die altgedienten Stadträtinnen und Stadträte unter uns wissen es, für die seit der letzten Kommunalwahl Neuen unter uns: Fehlbeträge zurückliegender Jahre sind seit 2013 komplett ausgeglichen, so dass uns diese Altlasten nicht mehr drücken. Der finanzielle Spielraum der Stadt gibt zwar nicht zur Verleihung der Goldmedaille Anlass, kann sich aber dennoch sehen lassen. Die Zuführungen vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt können wir auch in diesem Jahr fortsetzen und einen Betrag in Höhe von 1.256.900,– € erwirtschaften. Und es geht in den Folgejahren ebenso positiv weiter, als wir nach der mehrjährigen Finanzplanung für 2018 eine Zuführung von 1.243.000,– €, für 2019 von 1.153.000,– € und für 2020 von 1.023.000,– € erwarten dürfen. Angesichts der anstehenden Investitionen insbesondere in unsere Stadthalle lassen uns diese finanziellen Aussichten vielleicht doch eine etwas entspanntere Sicht der Dinge erwarten. Unterstützt wird dies durch auch in den kommenden Jahren zu erwartende Zuführungen in die Rücklagen. Für dieses Jahr reden wir da von 400.000,– €, in 2018 von 642.000,– €, in 2019 von 558.000,– € und letztendlich in 2020 von noch mal 428.000,– €. Die Rücklage hat derzeit einen Stand von rund 457.000,– €. Zum Ende des Jahres liegen wir bei rund 857.000,– € und damit weit über dem gesetzlichen Mindestbestand von 248.500,– €.

Wie in den letzten Jahren sind auch in diesem Jahr keine Kreditaufnahmen nötig. Unter anderem können die vorgesehenen Investitionen in unsere Hoch- und Tiefbaumaßnahmen aus eigenen Kräften geschultert werden, ohne dass wir hier auf den Kapitalmarkt gehen müssen. Und letztendlich haben wir auch die in den letzten Jahren begonnene jährliche Einzahlung von 30.000,– € in den Hochwasserfonds fortgesetzt und erreichen dort einen aktuellen Stand von 120.000,– €.

Nicht zuletzt die Gewinnausschüttungen unserer Stadtwerke tragen maßgeblich dazu bei, unsere Bürgerinnen und Bürger von Steuererhöhungen, wie sie teilweise in anderen Kommunen unumgänglich sind, zu verschonen. So lassen wir auch in diesem Jahr die schon im Jahr 2010 festgelegten Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer unverändert. Und nach heutigem Stand gibt es auch keinen Grund, im kommenden Jahr 2018 an dieser Einnahmeschraube zu drehen.

Wir legen Ihnen für 2017 einen Haushalt vor, der mit einem Gesamtvolumen von 14,570 Mio. € abschließt. Davon der Verwaltungshaushalt mit ca. 13,110 und der Vermögenshaushalt mit ca. 1,460 Mio. €. Der Höchstbetrag der Kassenkredite ist schon seit Jahren unverändert auf 1,9 Mio. € festgeschrieben.

Im Verwaltungshaushalt sind die Einnahmen bei der Gewerbesteuer mit 1,6 Mio. € und bei der Grundsteuer mit insgesamt 780.000,– € veranschlagt. Wie in den vergangenen Jahren auch, sind wir hier nach altbewährter Kämmerer-Lehre recht defensiv herangegangen. Und die Erfahrungen haben uns jedes Mal Recht gegeben, indem die tatsächlichen Jahresabschlüsse dann über den Ansätzen lagen. Aber dies ist nicht nur dem Kämmerer, sondern auch dem Bürgermeister tausendmal lieber, als zum Jahresende dann umgekehrt Mindereinnahmen erklären zu müssen. Unser Anteil an der Einkommensteuer ist auf der Basis der Orientierungsdaten mit 3,655 Mio. € eingestellt und zeigt eine unverändert steigende Tendenz. Unsere Einnahmen aus der Umsatzsteuer konnten um 48.000,– € erhöht werden und sind nun mit 258.000,– € veranschlagt. Die Finanzzuweisungen werden mit rund 2,495 Mio. € erwartet. Sie teilen sich auf in Zuweisungen nach der mangelnden Steuerkraft sowie der kommunalen Investitionspauschale. Das Gebührenaufkommen und die gebührenähnlichen Einnahmen belaufen sich auf 469.000,– €.

Bei den Ausgaben liegen die Schwerpunkte naturgemäß wieder in der Unterhaltung und Bewirtschaftung des städtischen Vermögens. Der Personalaufwand ist mit 3,701 Mio. € geplant auf der Basis des Rechnungsergebnisses 2015, der Entwicklung des Jahres 2016 und den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst. Die Ansätze bei den Sachkosten wurden gegenüber den Vorjahren nur in Einzelfällen verändert.

Die Einnahmen im Vermögenshaushalt kommen teilweise aus einem eingestellten Landeszuschuss für die Sanierung des Dusch- und Umkleidebereiches in der städtischen Sporthalle im Schulzentrum. Grunderlöse sind in diesem Jahr nicht vorgesehen. Da hätten wir noch die beiden Bauplätze in der Burg- und Reutlinger Straße anzubieten, deren tatsächliche und endgültige Verwendung aber noch nicht abschließend geklärt sind.

Die investiven Ausgaben sind mit insgesamt 778.000,– € eingestellt. Schwerpunkte bilden die Fenstersanierungen an der Werkrealschule und im Kindergarten Halde, die Neugestaltung des Außenbereiches am Kindergarten Kelterplatz, die von mir schon genannten Sanierungsarbeiten in der städtischen Sporthalle, der erste Bauabschnitt zur Sanierung des Kinderspielplatzes Stiegeläcker sowie die ebenfalls schon genannte Weiterführung unseres Hochwasserschutzfonds.

So viel zu ZDF, den grundsätzlichen Zahlen, Daten und Fakten. Alles weitere und im Detail nun in bewährter Form durch Herrn Klingler. Ich bedanke mich selbstredend nicht nur an dieser Stelle bei ihm, seiner Stellvertreterin Tanja Schöllhammer sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im gesamten Hause für das ausführliche Zahlenwerk. Nach den jetzt folgenden Ausführungen stehen wir Ihnen für Ihre Fragen gerne zur Verfügung.

Liebe Blutspenderinnen, liebe Blutspender,
meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Gäste.

vom Blutspenderdienst Baden-Württemberg / Hessen habe ich die Information, dass wöchentlich bei ca. 15.000 Blutspenden die Blutbestandteilpräparate angefordert werden. Damit diese Präparate für die Patienten bereitgestellt werden können, werden nahezu täglich Blutspendenaktionen veranstaltet. Jährlich sind über 4.500 Aktionen notwendig.

Statistisch gesehen wird das meiste Blut inzwischen zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Es folgen Erkrankungen des Herzens, des Magens und des Darms, Verletzungen aus Sport- und Verkehrsunfällen, Leber- und Nierenkrankheiten, Blutarmut und Blutkrankheiten, Komplikationen bei Geburten, Knochen- und Gelenkkrankheiten.

Und so erstaunlich es auch klingen mag. Der hohe Bedarf an Blut ist in erster Linie eine Folge des medizinischen Fortschritts. Viele Operationen, Organübertragungen und die Behandlung von Patienten mit bösartigen Tumoren sind nur dank moderner Tranfusionsmedizin möglich geworden.

Jeder Mensch hat „sein“ eigenes Blut, das sich in spezifischen erbbedingten Eigenschaften von dem eines anderen Menschen unterscheidet. Deshalb kann Blut auch nicht beliebig von einem Menschen zum anderen übertragen werden. Dies ist vor allem bei Bluttransfusionen von großer Bedeutung. Damit hier keine lebensbedrohlichen Fehler passieren, muss Spender- und Empfängerblut in seinen wesentlichen Eigenschaften übereinstimmen. Deshalb gibt es ja auch verschiedene Blutgruppen, die in A, B, 0 und AB unterschieden werden.

Blut ist durch nichts zu ersetzen, denn Blut ist etwas Lebendiges. Es ist ein Organ, das aus vielen kleinen Zellen, Teilchen und Flüssigkeit, dem sog. Plasma, besteht. Angetrieben durch das Herz als „Pumpstation“ nimmt es auf der unablässigen Reise durch den Körper seine vielfältigen Funktionen wahr. Wie z. B. den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, die Abwehr von Krankheitserregern, die Blutstillung und den Wärmetransport. Das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Funktionen kann nur der Körper selbst bilden.

Inzwischen wurden zwar erste Substanzen zum Ausgleich größerer Blutverluste von mehreren Institutionen und Firmen entwickelt. Aber trotz großer Fortschritte und aller Zuversicht sind noch immer enorme Schwierigkeiten zu überwinden. Vorerst ist nicht in Sicht, dass eine Konkurrenz dem roten Lebenssaft gleichkäme. Und deshalb ist es auch weiterhin wichtig, dass es Menschen wie Sie gibt, die sich mit ihrem Blut in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen.

Als Zeichen besonderen Dankes und der Anerkennung verleiht das Deutsche Rote Kreuz an Sie als verdiente Mehrfach-Spenderinnen und -Spender Ehrennadeln und Urkunden in folgenden Ehrungsstufen:

• nach 10 Blutspenden die Ehrennadel in Gold
• nach 25 Blutspenden die Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und der Zahl 25
• nach 50 und jeder weiteren 25. Blutspende die Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und der entsprechenden Zahl 50, 75, 100 usw.

Ich freue mich nun sehr darauf, dass ich Ihnen auch als öffentliche Wertschätzung die Ehrennadeln und Urkunden überreichen darf verbunden mit dem Dank des Gemeinderates, der Verwaltung und dem persönlichen Dank meinerseits.

Sehr geehrter Herr Beiratsvorsitzender Dr. Prinz,
sehr geehrter Herr Vorstand Winkler,
liebe Frau Müllerschön und lieber Herr Bläss von unserer örtlichen Zweigstelle,
meine sehr verehrten Damen und Herren Mitglieder,
liebe Gäste.

Als Bürgermeister der Stadt Neuffen bin ich sehr gerne der Einladung zu Ihrer Mitgliederversammlung gefolgt und freue mich darüber, dass Sie Neuffen zum Tagungsort ausgewählt haben und so zahlreich zu uns gekommen sind.

Wenn ich mich hier heute Abend umsehe, dann schaue ich in ausschließlich zufriedene Gesichter. Sie, liebe Mitglieder der Volksbank Kirchheim-Nürtingen, können mit vergnügt heiterer Stimmung den heutigen Berichten Ihres Vorstandes entgegenblicken. Sie wissen sich nämlich an einem Institut beteiligt, das sich keine Zeitgeist-Eskapaden erlaubt. Ihre Volksbank hat sich in der Region als verlässlicher Partner all ihrer Kunden bewährt, auf gute Zusammenarbeit ihrer Kundschaft gesetzt und vorzeigbare Ergebnisse erzielt. Hierzu darf ich dem Vorstand, den Mitgliedern und dem Aufsichtsrat im Namen der Stadt Neuffen, des Gemeinderates und natürlich ganz persönlich herzlich gratulieren.

Die Volksbank Kirchheim-Nürtingen steht immer auch für eine enge Bindung an den Standort Neuffen sowie ein auf Vertrauen, Partnerschaft und Selbstverantwortung ruhendes Verhältnis zu Kunden, Mitarbeitern und Anteilseignern. Diese Qualitäten sind gleichzeitig die Grundpfeiler der Volksbank an sich als genossenschaftlichem Kreditinstitut. Und dass ein Kreditinstitut auf dieser Basis jenseits überbordender Renditeerwartungen und maßloser Risikonahme dennoch erfolgreiche Geschäfte machen kann, belegen die Zahlen in beispielhafter Weise. Dabei wirken die Erfolgsfaktoren des genossenschaftlichen Modells in guter schwäbischer Tradition gemeinhin eher in aller Stille.

Meinen Damen und Herren, liebe Mitglieder, dazu gehört natürlich auch Ihr Engagement in der Mitgliederversammlung als höchstem Organ der Genossenschaft Kirchheim-Nürtinger Volksbank. Sie tragen gemeinsam mit Kunden, Vorstand und Aufsichtsrat zum Erfolgsmodell Ihren wesentlichen Anteil bei. Und von diesem Erfolg profitieren nicht nur Ihr Unternehmen und seine Kunden in vielfältiger Weise, sondern auch der Wirtschaftsstandort Neuffen.

Zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb gehörend sind wir Neuffener stolz darauf, einen interessanten Branchenmix mittelständischer Betriebe vorweisen zu können. Und gerade für kleine und mittelständische Unternehmen in der Region ist die Volksbank Kirchheim-Nürtingen ein bedeutender, aber vor allem ein zuverlässiger Partner. Die Volksbank hat auch in schwierigen Zeiten eine der volkswirtschaftlichen Hauptaufgaben zuverlässig erfüllt, nämlich die Kreditversorgung für die Wirtschaft sicherzustellen. Die Bedeutung einer in der Breite funktionierenden Kreditversorgung kann für jeden Wirtschaftsstandort gar nicht hoch genug geschätzt werden.

Ohne Finanzierung keine Investition, keine Innovation und letztlich kein Wachstum. Ohne ausreichend liquide Mittel gerät nicht nur die Wachstumsperspektive in Gefahr, sondern auch im Kern gesunde Unternehmen können in kürzester Zeit in ihrer Existenz bedroht sein. Aber es ist ja kein Geheimnis wenn ich sage, dass die genossenschaftlichen Kreditinstitute in der Breite gerade nicht zum Kreise der üblichen Verdächtigen gehören, wenn man sich auf die Suche nach den Krisenverursachern macht.

Im Werben für Neuffen, und das ist nicht allein der Wirtschaftsstandort, sondern auch der Wohn- und Familienstandort, fühle ich mich durch die Volksbank Kirchheim-Nürtingen sehr unterstützt, wofür ich herzlich Danke sage. Neuffen und jede andere Kommune braucht Unternehmen wie die Volksbank, die sich zu ihren Standorten bekennen. In diesem Sinne bin ich bei Ihnen, meine Damen und Herren, den Mitgliedern der Volksbank Kirchheim-Nürtingen, sehr gut aufgehoben und wünsche Ihnen eine erfolgreiche Mitgliederversammlung. Auf dass die Kirchheim-Nürtinger Volksbank weiterhin wächst und gedeiht bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit

Verehrte Anwesende, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge kümmert sich um die deutschen Kriegstoten. So war es in der Vergangenheit und so wird es auch in der Zukunft sein. Dabei gerät jedoch manchmal aus dem Blickfeld, dass in einem Krieg nicht nur Soldaten, sondern auch Zivilisten sterben. Insbesondere die Endphase des Zweiten Weltkriegs hat ausgesprochen viele zivile Opfer auf deutscher Seite gefordert. Ein ganz erheblicher Teil dieser Menschen starb auf der Flucht oder nachdem sie gewaltsam vertrieben worden waren. Über sie wissen wir bis heute wenig.

Für diese Wissenslücke gibt es Gründe. Nach dem rassistisch motivierten Vernichtungskrieg des nationalsozialistischen Deutschlands gegen seine Nachbarn im Osten, nach der deutschen Gewaltherrschaft über Europa und millionenfacher Zwangsarbeit war das Erinnern an deutsche Opfer ein sensibles Thema. Zu oft wurden sie instrumentalisiert, um deutsche Verbrechen moralisch aufzuwiegen. Mit über 70 Jahren Abstand machen wir uns nun auf den Weg zu einer gemeinsamen europäischen Erinnerungskultur, in der sich ein angemessener Platz für die Erfahrungen aller Beteiligten eröffnet.

Wir erinnern uns also an die Millionen Kinder, Frauen und Männer, die fliehen mussten, vertrieben wurden und dabei nicht selten ihr Leben verloren. Sie alle sind Kriegsopfer und damit kommt ihnen nach dem deutschen Gräbergesetz ein dauerhaftes Ruherecht zu. Diese Tatsache verpflichtet den VdK, nicht nur für die Pflege und den Erhalt dieser Gräber zu sorgen, sondern auch an das Schicksal der Opfer zu erinnern. Aus diesem Grund lautet das Jahresthema 2016 „Flucht und Vertreibung“.

Es ist kein Zufall, dass gerade in diesem Jahr dieses Thema gewählt wurde, das aktueller nicht sein könnte. Wir alle kennen die erschreckenden Bilder aus dem Bürgerkrieg in Syrien und aus den überfüllten Flüchtlingslagern in der Türkei und in Griechenland. Der Volksbund möchte so auch das Schicksal dieser Menschen in den Blick bringen. Das Jahresthema unterstreicht den Gegenwartsbezug und macht deutlich, dass die inhaltliche Arbeit nicht in einer fernen, isolierten Vergangenheit liegt. Weil sich die Schrecken der Vergangenheit, weil Krieg und Gewaltherrschaft auch heute eine Herausforderung sind, ist es nicht nur unsere Aufgabe, sondern unsere Verpflichtung, an diese schmerzhaften Erfahrungen zu erinnern.

Dem VdK ist zu danken für seinen Dialog mit seinen Partnern und allen Interessierten, um die Erinnerung an Flucht und Vertreibung gemeinsam aktiv zu gestalten und dem öffentlichen Gedenken einen neuen Impuls zu geben. Darüber hinaus begrüße ich, dass der VdK auch in diesem Jahr konkrete Projekte fördert. So beteiligt er sich z. B. mit 50.000 € an dem Bau eines dänischen Flüchtlingsmuseums, in dem das Schicksal der rund 250 000 Flüchtlinge aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches in Dänemark dokumentiert und den Besuchern vermittelt, unter welchen Umständen und aus welchen Gründen diese Menschen flüchten mussten.

Das Museum integriert thematisch auch die Kriegsgräber von Flüchtlingen, eine vom VdK gepflegte Kriegsgräberstätte befindet sich nur wenige Meter von dem neuen Museum. Hierin dürfen wir alle eine wichtige Aufgabe sehen, denn noch immer kennen wir nur einen kleinen Teil der Gräber dieser Zivilisten, die auf Friedhöfen über ganz Europa verteilt eine Ruhestätte gefunden haben.

Sehr geehrte Frau Vorsitzende Beith,
liebe Sängerinnen und Sänger,
liebe Mitglieder und Freunde vom Liederkranz Neuffen 1841,
verehrte Jubiläumsgäste.

Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit und seit 175 Jahren wird diese gemeinsame Sprache in Neuffen gesungen. Ein Rückblick auf eine 175-jährige Geschichte sind aber nicht nur 175 Jahre Vereinsgeschichte, sondern auch ein Stück Kultur- und Stadtgeschichte. Ich gratuliere Ihnen herzlich zu Ihrem Jubiläum und darf Ihnen ebenfalls die herzlichsten Glückwünsche von Rat und Verwaltung der Stadt Neuffen übermitteln.

Viele Mitglieder haben in all den Jahren ihre Heimat im Liederkranz gefunden und die vorhandenen Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung immer wieder auf das Neue genutzt. Aktiv im Chor zu sein heißt aber auch, regelmäßig zu den Proben zu erscheinen, im Vorstand Verantwortung zu übernehmen, zuverlässig die Kasse zu hüten, Noten zu organisieren und vieles mehr. Der Lohn für diese Mühen ist nicht nur anhaltender Applaus nach einem Konzert. Es sind auch die Erinnerungen an Auftritte zu feierlichen Anlässen oder die Eindrücke von gemeinsamen Veranstaltungen.

Vom Tenor bis zum Bass. Nicht nur die Stimmlagen, auch die Menschen selbst sind verschieden. Aber der Chorgesang bringt sie zusammen und verbindet sie. Das macht den Liederkranz Neuffen aus. Als Musterbeispiel für einen intakten Verein wird er immer wieder erwähnt. Es fällt schwer, kulturelle Veranstaltungen und Feste aufzuzählen, bei deren Umrahmung der Chor nicht dabei war. Ohne den Liederkranz wäre das kulturelle Leben in unserer Stadt wesentlich ärmer.

Naturgemäß gibt es bei einem solchen Jubiläum keine Gründungsmitglieder mehr unter uns. Aber ich möchte das diesjährige Jubiläum dazu nutzen, mich bei all denjenigen zu bedanken, die diese 175-jährige Tradition bis heute aufrechterhalten, die sich in der Vergangenheit und Gegenwart für den Gesang im Liederkranz eingesetzt haben. Allen voran den ehrenamtlich tätigen Vorständen und Funktionären, den Dirigentinnen und Dirigenten, den Ehrenmitgliedern sowie allen aktiven und passiven Mitgliedern. Nicht vergessen will ich all die fleißigen Hände im Hintergrund, ohne die ein bürgerschaftliches Engagement in dieser Art und Weise gar nicht vorstellbar ist.

Der Liederkranz Neuffen ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass es sich lohnt, die Menschen für das Singen zu begeistern. Verbunden mit meiner Gratulation zu dem runden Jubiläum wünsche ich ihm weiterhin alles Gute und viel Erfolg. Den Verantwortlichen stets Mut, Tatkraft und Ideenreichtum und den Mitgliedern auch künftig viel Freude an ihrem Verein. Sie haben sich über ein- und ein dreiviertel Jahrhundert nicht nur am Leben gehalten, sondern mit Bravour auch alle Tücken dieser Zeit gemeistert. Aus einem Verein aus dem Gründungsjahr 1841 haben Sie sich gleichermaßen zu einem modernen Verein für Frauen und Männer, für Jung und Alt entwickelt.

Ich verknüpfe mit meinem Dank für Ihr ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft die Bitte, dieses auch in der Zukunft zu zeigen, damit der Gesang auch in den kommenden Jahrzehnten die Kultur in unserer Stadt und der Region bereichert. Denn: „Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten“. Dieses Zitat stammt nicht von mir, sondern von Aristoteles. Möge die Begeisterung für den Gesang, die Geselligkeit und die Gemeinschaft dem Liederkranz Neuffen erhalten bleiben. Denn nur so kann den künftigen Generationen der Wert der Musik und des Gesangs vermittelt werden. Nur so ermöglichen die Gesangvereine jungen Menschen den Zugang zur Musik. Musik verbindet Menschen. Ich habe deshalb großen Respekt vor allen, die ihre Freizeit für eine Vereinstätigkeit investieren. Dies ist nicht selbstverständlich und verdient größtes Lob und Anerkennung.

Meistens stehe ich bei solchen Veranstaltungen nicht nur mit Worten hier an diesem Pult. Ich handele da frei nach Wilhelm Busch „Besser ein Onkel, der was mitgebracht hat als eine Tante, die nur Klavier spielt“. Gepflogenheiten sind was wunderbares, insbesondere wenn es bei Vereinsjubiläen von der Stadt pro Jahr 5 Euro gibt. Das wären bei 175 Jahren insgesamt 875 Euro, wenn ich richtig gerechnet habe. Und den Scheck über diesen Betrag darf ich Ihnen, liebe Frau Beith, nachher in die Hand drücken und Ihnen damit das Jubiläumsjahr ein wenig erleichtert. Und Sie dürfen versichert sein, er ist gedeckt.

Aber nicht nur für den Verein habe ich etwas dabei. Ich komme zu einer Tat, über die ich mich ganz besonders freue. Sie haben ein Mitglied in Ihrem Verein, der seit sage und schreibe 46 Jahren ehrenamtlich als für das Geld zuständiges Vorstandsmitglied tätig ist. Er hat fast ein halbes Jahrhundert lang das Vereinsvermögen unter seinen Fittichen gehabt und möchte es aus für mich völlig unverständlichen Gründen einfach so in jüngere Hände geben. Sie alle wissen, von wem ich rede – von Ihrem Kassierer Ernst Pfäffle.

Da Ernst Pfäffle von der Stadt Neuffen bisher noch keine Ehrungen zuteilwurden, bekommt er dafür nun heute Abend von mir nun gleich dir Richtige. Sie sehen, ab und zu lohnt es sich auch mal auf etwas zu warten. Genauer gesagt auf die Bürgermedaille der Stadt Neuffen. Dazu gab es bei der Beratung im zuständigen Ehrungsausschuss keine lange Debatte. Wenn nicht Ernst Pfäffle, wer sonst hätte nach so langer Tätigkeit die Bürgermedaille verdient.

Herr Pfäffle, ich kann es Ihnen leider nicht ersparen, nun zu mir auf die Bühne zu kommen. Und bringen Sie Ihre Frau bitte gleich mit. Nicht zuletzt ist es ja auch Ihr Verdienst, liebe Frau Pfäffle, dass Ihr Mann 46 Jahre die Tätigkeit des Kassierers im Liederkranz ausüben konnte. Für Sie habe ich den obligatorischen Blumenstrauß als kleines Dankeschön seitens der Stadt Neuffen für Ihr Verständnis zum Job Ihres Mannes im Liederkranz nicht real dabei. Dafür aber einen Gutschein. Der hält länger und Sie können ihn dann einlösen, wenn daheim die Blumengeschenke Ihres Ehemannes vielleicht überraschender Weise mal ausbleiben sollten. Und wenn Sie jetzt auf die Bühne kommen, dann bringen Sie bitte auch noch Frau Beith mit. Es könnte ansonsten passieren, dass ich den schon angesprochenen Jubiläums-Scheck wieder unverrichteter Ding mitnehme. Und das wollen wir ja schließlich Alle nicht.

Damit wünsche Ihnen, liebe Festgäste, jetzt einen wunderschönen Abend mit schönen Liedvorträgen und im Anschluss angenehmen Gesprächen. Haben Sie herzlichen Dank.

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Schmid,
liebe Mitglieder und Freunde der DLRG Ortsgruppe Neuffen-Beuren,
lieber Kollege Gluiber,
sehr geehrte Jubiläumsgäste.

Sie werden jetzt staunen, denn Sie sehen ein Gründungsmitglied der DLRG vor sich. Aber zum Glück für mich bin ich es nicht persönlich, aber sehr wohl ist die Stadt Neuffen wahrscheinlich das noch einzig lebende Gründungsmitglied, das vor nunmehr 75 Jahren die DLRG Ortsgruppe Neuffen-Beuren mit ins Leben gerufen hat.

Im Namen der Stadt Neuffen, meiner Verwaltung und des Gemeinderates gratuliere ich deshalb umso mehr sehr herzlich zum diesjährigen Jubiläum. Ich verbinde die Glückwünsche mit meinem Dank an einen der Leistungsträger unter den Vereinen unserer beiden Kommunen. Bei vielen gemeinsamen Unternehmungen hat die Ortsgruppe ihr überragendes Engagement, ihre Leistungsfähigkeit und ihren Zusammenhalt eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Denken wir auch an die verschiedenen Feste, bei denen die DLRG stets die jeweiligen Programme bereichert hat. Besonders dankbar bin ich, ist die Stadt Neuffen, dass die Ortsgruppe immer dann zur Stelle ist, wenn es im Höhenfreibad Neuffen Not am Mann hatte und die Badeaufsicht übernommen werden musste.

Hauptanliegen ist und bleibt die Ausbildung vom Schwimmkurs bis hin zur Wasserrettung. Sicher haben tausende von Kindern in den Jahren des Bestehens das Schwimmen bei der DLRG gelernt. Erfreulicherweise gelingt es gerade in Ihrer Ortsgruppe Neuffen-Beuren in hohem Maße, die Kinder und Jugendlichen dauerhaft an den Verein zu binden. Ein großer Dank gilt an der Stelle all denjenigen, die regelmäßig an den Wochenenden auch außerhalb von Neuffen und Beuren ihren Dienst im Ehrenamt versehen, um uns allen ein möglichst unfallfreies Wochenendvergnügen zu gewährleisten.

Möglich ist diese überragende Leistungsbilanz nur, weil es in der Ortsgruppe Neuffen-Beuren eine große Anzahl von Menschen gibt, die sich weit über das normale Maß hinaus ehrenamtlich für ihren Verein einbringen. Ihnen allen gilt mein ganz besonderer Dank. Den ich mit der Hoffnung verbinde, dass dies auch in der Zukunft so bleiben wird. Wenn ich immer wieder gerne zu der jährlichen Hauptversammlung komme, dann erhalte ich spätestens dort den Beweis, dass sich auch in Zukunft genügend junge Menschen finden werden, die diesen Verein, diese Ortsgruppe, auf hohem Niveau tragen werden.

Für die Stadt Neuffen sichere ich Ihnen gerne zu, dass wir der DLRG auch weiterhin ein offener, konstruktiver und hilfreicher Partner sein werden.

Meistens und so auch heute stehe ich bei solchen Veranstaltungen nicht nur mit Worten hier am Pult. Frei nach Wilhelm Busch „Besser ein Onkel, der was mitgebracht hat als eine Tante, die nur Klavier spielt“ darf ich Ihnen, lieber Herr Schmid, mit einem kleinen Scheck das Jubiläumsjahr finanziell ein wenig erleichtern. Unsere Gepflogenheiten bei Vereinsjubiläen sind dergestalt, dass die Stadt pro Jahr 5 Euro überreicht. Das wären bei 75 Jahren insgesamt 375 Euro, wenn ich richtig gerechnet habe. Angesichts der Tatsache, dass Neuffen und Beuren sich auch in dieser Beziehung einig sind, Ihnen mit dem heutigen Festtag den von Ihnen angeschafften Rucksack mit DeFi zu finanzieren, habe ich den Betrag aufgestockt auf einen runden Tausender und den Scheck über diesen Betrag darf ich Ihnen hiermit in die Hände drücken. Und Sie dürfen versichert sein, er ist gedeckt.

Liebe Festgäste, damit wünsche ich Ihnen allen einen wunderschönen Festtag mit angenehmen Gesprächen und der DLRG Ortsgruppe Neuffen-Beuren für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg in seinem Wirken.

Sehr geehrter Herr Homola,
liebe jugendliche Mitbürgerinnen und Mitbürger,
meine Damen und Herren des Gemeinderates Neuffen,
sehr geehrter Herr Rieck vom Kreisjugendring,
liebe Frau Rektorin Maier, lieber Herr Rektor Hoffmann,
verehrte Gäste,

in den letzten 5 Jahren hat sich in der Jugendarbeit Neuffen einiges getan. Angefangen mit der Spielleitplanung hat sich aus diesem Projekt heraus eine Vielzahl von Neuanlagen für unsere Kleinsten in der Neuffener Bürgerschaft entwickelt. Für die Heranwachsenden, die wir heute unter uns begrüßen dürfen, war es höchste Zeit, dass wir in die offene Jugendarbeit eingestiegen sind und mit dem Kreisjugendring einen guten Vertragspartner gefunden haben. Ich glaube, wir sind uns alle einig hier, dass uns nichts Besseres hätte passieren können, als eben über den Kreisjungendring Herrn Homola nach Neuffen zu bekommen.

Noch nicht lange im Amt, hat Herr Homola die Kontakte zu den Jugendlichen aufgenommen und pflegt seither eine hervorragende Jugendarbeit hier bei uns. Neben den alltäglichen Geschäften war es dann eines der ersten Dinge, im letzten Sommer ein Jugendforum zu veranstalten. Auch da waren wir in Neuffen wieder einmal führend und vorbildgebend. Sogar die Vertreter der Presse hatten uns damals bescheinigt, dass es in noch keiner anderen Gemeinde oder Stadt so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer alleine schon bei der Auftaktveranstaltung gegeben hat, wie hier bei uns. Dem gebührt auch nachträglich noch ein großer Applaus und ein großes Dankeschön an Euch, liebe Jugendliche.

Herr Stuhlmüller als bei mir im Hause für die Jugendarbeit zuständiger Amtsleiter und ich waren persönlich anwesend und mehr als angetan darüber, dass von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern weder utopische Ideen vorgebracht noch völlig abstruse Vorstellungen vorgeschlagen wurden. An erster Stelle auf der Wunschliste stand ein Jugendraum, gleich gefolgt von einer Skateranlage. Zu beiden Anlagen hatte ich zugesagt, dass wir uns beim Gemeinderat dafür einsetzen wollen, damit es nicht nur bei den Wünschen bleibt, sondern diese auch realisiert werden.

Die Skateranlage ist bereits schon angeschafft und wird in den nächsten Monaten am Spadelsberg aufgebaut. Da gebe ich aber gerne zu, dass uns das Glück ein wenig hold war. Wir konnten aus Neckartenzlingen eine gebrauchte Anlage besorgen, die wir aber erst dann gekauft haben, als Herr Homola mit seinen Skaterinnen und Skatern die Bahn besichtigt und die Daumen nach oben gezeigt hatten.

Noch schneller als die Skateranlage konnten wir an das Jugendhaus gehen und im letzten Jahr gleich nach dem Jugendforum damit beginnen. Da gilt es zunächst Dank zu sagen dem Gemeinderat Neuffen, bei dem es keiner großen Überzeugungsarbeit bedurfte, um einen einstimmigen Beschluss für die Einrichtung eines Jugendraumes zu erhalten. Ein weiterer Dank gilt zu richten an Herrn Rektor Hoffmann und seiner Realschule, die uns und Euch, liebe Jugendliche, hier diesen Raum sofort zur Verfügung gestellt hat. Und ebenfalls Dank verdient hat Frau Rektorin Maier von der Werkrealschule, die es ermöglicht hat, dass die Realschule den abgegebenen Raum dann in ihrer Schule freigemacht hat.

Verehrte Gäste, der Jugendtreff hier wird ein kultureller Jugendtreff sein, ein Ort der Begegnung. Hier kann kulturelle Vielfalt als Erweiterung des eigenen Horizonts, als Bereicherung der Lebenswelten junger Menschen gelebt werden. Mit dem Jugendtreff wird bei der Versorgung mit freizeitpädagogischen Angeboten für ältere Kinder / jüngere Jugendliche eine Angebotslücke in der Stadt Neuffen geschlossen. Dieser Jugendtreff ist nicht nur für die Jugendlichen entstanden, sondern gemeinsam mit ihnen, viel mehr noch durch sie. Sie waren von Anfang an den Planungen beteiligt und es war eine Freude zu sehen und zu vernehmen, wie sehr sie sich mit ihren Ideen eingebracht haben. Sie haben nicht nur Wunschlisten aufgestellt, sondern auch intensiv über Vor- und Nachteile sowie Machbarkeiten diskutiert. Von uns als Verwaltung und Gemeinderat musste eigentlich nur die „Kohle“ bereitgestellt werden.

Ich brauche, so glaube ich, nicht weiter auszuführen, welche großen Vorteile es hat, Jugendliche in den Planungs- und Bauprozess mit einzubinden. So wird dieser Jugendtreff zu ihrem Treff, mit dem sie sich identifizieren können und sicher einen ganz anderen Zugang finden, sich schlichtweg auch verantwortlich dafür fühlen, was sie sich selbst geschaffen haben. Dazu kommt das Erfolgserlebnis, etwas in die Tat umgesetzt haben zu dürfen und dabei zu erleben, welche Fähigkeiten selbst eingebracht werden konnten.

Mit der heutigen Einweihung des Jugendtreffs habt ihr, liebe Mädchen und Jungen aus Neuffen, endlich Euer ersehntes offenes Freizeitangebot und Herr Homola steht Euch ja nahezu rund um die Uhr zur Seite. Ich wünsche Euch viel Freude in Eurer Einrichtung. Der Gemeinderat, meine Verwaltung und ich persönlich werden auch in Zukunft immer ein offenes Ohr für Euch und Eure Wünsche haben. Ob wir dann auch eine offene Kasse für alle Wünsche haben werden, das kann ich natürlich nicht zusichern. Aber ich denke, wir haben das bis jetzt Geschaffene gemeinsam erledigt bekommen, so dass ich auch da der Zukunft sehr hoffnungsvoll entgegen schaue.

Sehr geehrter Herr Ehrenbürger Euchner,
Herr Alt-Bürgermeister Winkler,
lieber Noch-Kollege Roller, liebe Frau Roller,
Sehr geehrter Herr Landrat Eininger,
liebe Kohlberger Bürgerinnen und Bürger,
meine Damen und Herren des Gemeinderates,
Herr Bald-Kollege Taigel, sehr geehrte Familie Taigel,
liebe aktive und ehemalige Kolleginnen und Kollegen,
Herr Bundestagsabgeordneter Michael Hennrich,
verehrte Festgäste.

Gerade mal vor einem halben Jahr durfte ich den Kollegen Erich Hartmann in Beuren verabschieden. Lieber Klaus, wenngleich hier die Panoramatherme fehlt, in der wir den Kollegen Hartmann für sein Wirken gebührend gefeiert hatten, hat Dir die Veranstaltung offensichtlich doch so gut gefallen, dass über Weihnachten Dein Entschluss endgültig geworden ist, nun nach 22 Bürgermeisterjahren, davon 14 Jahre in der Gemeinde Hohenstadt im Landkreis Göppingen und die letzten 8 Jahre hier in Kohlberg, nun ebenfalls in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. Und so stehe ich jetzt schon wieder auf der Bühne und darf Dir die besten Grüße übermitteln

• vom Kreisverband des Gemeindetages,
• vom Bürgermeistersprengel Nürtingen,
• vom Tälessprengel,
• von der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Beuren – Neuffen – Kohlberg,
• vom Gewerbezweckverband Wirtschaftsraum Nürtingen,
• vom Zweckverband „FahrMit“,
• vom Abwasserverband Neuffener Tal,
• von der Jusi-Wasserversorgung,
• vom Kommunalen Rechenzentrum,
• vom Streuobstparadies,
• vom Biosphärengebiet,
• vom Naherholungsverband Schwäbische Alb,
• vom neuen Naherholungsverein des Landkreises Esslingen,
• von der Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen-Teck,
• vom Verkehrsverein Teck-Neuffen
• sowie von der „Blauen Mauer“

und hoffe, dass mir bei der Aufzählung nichts durchgegangen ist.

Lieber Noch-Kollege, die Projekte, die auf Deine Initiativen als Bürgermeister hier in Kohlberg realisiert wurden, sind alle schon genannt. Im Jahr 2008, dem Jahr Deiner Amtsübernahme fand auch in Kuba ein Regierungswechsel statt – dort schlicht und einfach unter zwei Brüdern. Hier in Kohlberg war es ein Regierungswechsel von Buß zu Roller, was ausschließlich namensrechtlicher Natur war. Aber es wird sogar noch viel interessanter, Du befindest Dich mit Deiner Amtszeit nämlich in wirklich allergrößter Gesellschaft. Kein geringerer als US-Präsident Barack Obama wurde ebenfalls 2008 gewählt und hat sich Deiner Entscheidung aufzuhören angeschlossen und beendet ebenfalls bald seine Amtszeit. Und so schließt sich der Kreis „Kohlberg – Kuba – Amerika – Kohlberg“.

Lieber Klaus, es hat Spaß gemacht, mit Dir nicht nur in der unmittelbaren Nachbarschaft ein kollegiales Miteinander zu pflegen. Auch in all den von mir vorhin genannten Verbänden und Institutionen, denen wir Beide angehören, waren Deine Wortbeiträge von Gewicht.

Ich befinde mich ganz sicher in Übereinstimmung mit allen hier: Du kannst mit Freude und Stolz über Dich und die von Dir geleistete Arbeit sowohl in Hohenstadt wie in Kohlberg in die nun ausschließlich private Zukunft sehen. Wir jedenfalls sehen Dich so mit vielen guten Erinnerungen an die gemeinsame Zeit, mit viel Respekt, Anerkennung und Dankbarkeit. Ich selbst möchte diese Worte aber auch mit einem ganz persönlichen Dank für allzeit loyale Unterstützung zum Ausdruck bringen.

Von all Deinen Kolleginnen und Kollegen im Landkreis Esslingen darf ich Dir einstimmig die allerbesten Grüße und Wünsche für die Zukunft übermitteln. Und frei nach Wilhelm Busch: „Besser ein Onkel, der etwas mitgebracht hat, als eine Tante, die nur Klavier spielt“ bin ich natürlich nicht mit leeren Händen gekommen. Wir hoffen, dass Du an unserem Abschiedsgeschenk viel Freude hast. Du bist ja ein reisefreudiger Mensch und deshalb haben wir uns entschieden, Dir und Deiner Frau einen Reisegutschein zu schenken.

Liebe Festgäste, wenn jemand nach insgesamt 22 erfolgreichen Jahren aus einem Amt tritt, haben die Land auf und Land ab üblichen Abschiedsreden zwei geradezu unverrückbare Sätze. Zu Beginn der Rede heißt es: „Eine Ära geht zu Ende“. Am Schluss der Rede steht der Satz: „Hinter jedem starken Mann steht auch eine starke Frau“. Der erste Satz war mir zu abgedroschen. Den zweiten verwende ich aber sehr wohl. Liebe Frau Roller, auch und insbesondere Ihnen ein ganz besonderes Dankeschön für 22 Jahre Verständnis für den Beruf Ihres Mannes. Für 22 Jahre oftmals auf den Mann, auf den Vater der Kinder verzichten müssen, wenn andere ihren Hobbies nachgegangen sind. Zum obligatorischen Blumenstrauß schließe ich mich gerne Herrn Landrat Eininger an und habe ihn ebenfalls in Form eines Gutscheines dabei.

Liebe Frau Roller, lieber Klaus, euch Beiden alles Gute und vor allen Dingen die Gesundheit und Freude an all dem, was Ihr Euch für die nun verschwenderisch üppige Freizeit alles vorgenommen habt. Es war schön, lieber Klaus, Dich als Kollegen gehabt zu haben.

Und nun zu Ihnen, Herr Bald-Kollege Taigel.

Die Amtsbezeichnung macht Sie zum Meister der Bürgerinnen und Bürger Ihrer Gemeinde. Sie haben von Ihren künftigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern den Auftrag bekommen, die Gemeinde Kohlberg zu ihrem Wohl (also nicht zu Ihrem persönlichen Wohl, sondern zum Wohl Ihrer Gemeinde und deshalb ist „ihrem“ ja auch klein geschrieben) zu regieren. Als Bürgermeister haben Sie eine besondere Rolle zwischen der vom Gesetz bestimmtem Volksvertretung, sprich Gemeinderat, auf der einen, und den Bürgerinnen und Bürgern, die Sie direkt wählen konnten, auf der anderen Seite.

Demokratie ist kein Zustand, sondern ein Prozess, der immer wieder neu um Beteiligung werben muss. Politik braucht Visionen, auch wenn Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt mal zum Besten gegeben hat: „wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen“. Ein Bürgermeister muss Ideen haben, wie die Zukunft aussehen könnte, in die er sein Gemeinwesen steuern möchte. Dafür brauchen die Kommunen Bürgermeister, die nicht nur die Visionen mit ihren Gemeinderäten und Bürgerinnen und Bürgern teilen, sondern auch die Strategien dafür entwickeln, um sie zur Zukunft werden zu lassen.

Ich gratuliere Ihnen im Namen Ihrer künftigen Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich zu Ihrer Wahl. Wir wünschen Ihnen für Ihre erste Amtszeit viel Erfolg, denn das ist auch der Erfolg Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Eine ruhige Hand, um den immer wieder notwendigen Ausgleich der Interessen vermitteln zu können. Und die Begeisterung an Ihrem Amt, damit Sie Ihre Gemeinderätinnen und Gemeinderäte damit genauso anstecken können, wie die Bürgerinnen und Bürger, sich an der Entwicklung ihrer Gemeinde zu beteiligen. „Wer etwas möchte, der findet Wege – wer etwas nicht möchte, der findet Gründe“, so ein bekanntes Sprichwort. Ein weiteres, dieses Mal aus dem Volksmund, besagt „Geht Dir der Rat aus – so gehst Du aufs Rathaus“. Auf dass es Ihnen mit Ihren Mitarbeiterinnen immer gelingen möge, Ihre Bürgerschaft mit dem richtigen Rat und vielleicht auch der Tat zur Seite zu stehen.

Ein herzliches Willkommen in der Mitte Ihrer Kolleginnen und Kollegen. Und natürlich auch für Sie ein kleines Willkommensgeschenk mit den besten Wünschen auf eine gute und gedeihliche Zusammenarbeit. Den Gutschein für Ihre Frau zum Blumenstrauß gibt es selbstverständlich auch. Auch Ihnen, liebe Frau Taigel, alles Gute an der Seite unseres künftigen Kollegen.

Liebe Mitglieder und Freunde der Jugendmusikschule Neuffen,
sehr geehrte Jubiläumsgäste,
liebe ausländische Einwohner von Neuffen,

„Singen und Musizieren für ein besseres menschliches Miteinander und Füreinander“. Mit dieser besonderen Idee unterstützt die Jugendmusikschule Neuffen die Flüchtlingsarbeit in Neuffen. Als Bürgermeister der Stadt und zugleich aber auch Vorsitzender der Musikschule habe ich deshalb sehr gerne die Schirmherrschaft für das heutige Konzert übernommen.

Die Spenden und Erlöse aus dem heutigen Abend fließen über den Arbeitskreis Asyl ohne Abzug direkt in die Arbeit mit den Flüchtlingen. Nahtlos fügt sich das Konzert in die umfangreichen Bemühungen der Stadt Neuffen ein, durch vielfältige Begegnungen Integration zu ermöglichen und verständliche Sorgen und Vorbehalte unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger abzubauen.

Unsere Musikerinnen und Musiker bieten Ihnen nun eine große musikalische Bandbreite der Unterhaltungsmusik. Das Schülerakkordeonensemble unter der Leitung von Andreas Heimerdinger und die Neuffener Band unter der Leitung von Renate Beck-Winkler haben das Konzert mit der bekannten Europahymne „Ode an die Freude“ von Ludwig von Beethofen eröffnet. Sobald ich die Bühne verlassen habe, spielen Jugendliche moderne Musikstücke. Um darunter vielleicht die beiden bekanntesten zu nennen: „Skyfall“, die Titelmelodie eines der letzten James-Bond-Filme, und „Universum“ von Ich und Ich.

Das neugegründete Lehrersalonensemble gestaltet Musik im großen Stil, ob getragen oder ausgelassen, virtuos oder sentimental. Mit einer Liedauswahl aus der guten alten Zeit, in der Sonne, Liebe und Urlaub mit flotten Tanzrhythmen und schönen Melodien unvergesslich gemacht wurden, zeigt das Ensemble „Die Evergreens“ seine sängerische Qualität. „Das machen nur die Beine von Dolores“, das wir alle kennen, ist nur ein Lied von vielen, die uns das Ensemble präsentieren wird.

Den zweiten Teil des Musikprogramms prägen nach einer kleinen Pause abwechslungsreicher Swing Jazz, ausgefeilter Sound und präzise Soli des Saxophonensembles Denkendorf unter der Leitung von Renate Beck-Winkler und der Bigband Denkendorf mit Bandleader Edmund Dollinger. 20 Musiker versetzen Sie, liebe Gäste, in die Mitte des letzten Jahrhunderts, in der Glenn Miller wohl als die bekannteste Persönlichkeit zu nennen ist.

Freuen wir uns auf einen gelungenen Abend und bedanken uns bei allen Mitwirkenden, die das Konzert gestalten. Renate Beck-Winkler, Andreas Heimerdinger, Edmund Dollinger, die Evergreens, das Schülerakkordeonensemble, das Lehrersalonensemble, das Saxophonquartett Denkendorf, die Neuffener Band und die Bigband Denkendorf habe ich schon genannt. Als Solisten in den einzelnen Vorträgen darf ich Ihnen weiterhin ankündigen Christine Ivanovic an der Violine, Natalie Philippi am Klavier, Yasmin Stoll an der Blockflöte und Ulrich Schwarz am Cello. Und dass alle Musiker und Sänger ohne Gage auftreten, das denke ich, ist ein besonderer Applaus wert.

Den Freunden des Fußballs unter uns darf ich nun abschließend versichern, dass die Veranstaltung rechtzeitig vor Beginn des ersten Spiels der deutschen Fußballnationalmannschaft, das um 21 Uhr beginnt, beendet sein wird. Und damit nicht ich der Schuldige bin, dass es vielleicht doch später wird, möchte ich meine Begrüßung damit abschließen und Ihnen einen unterhaltsamen und vergnüglichen Abend wünschen. Genießen wir gemeinsam die musikalischen Höhepunkte des Konzertes.

Sehr geehrter Herr Landrat Eininger,
liebe Stadträtinnen und Stadträte,
verehrte Gäste,

einschließlich mir selbst hat es bis vorgestern noch niemand so wirklich glauben wollen, dass heute tatsächlich das Gerüst weg und die Baustelle beendet ist. Ich kann mir schon gar nicht mehr vorstellen, wie es sich ab nächsten Montag anfühlt, endlich wieder meinen Parkplatz hier benutzen zu können. Mit großer Freude und Zufriedenheit dürfen wir deshalb nach zweieinhalbjähriger Bauzeit nun mit einem „Tag der offenen Tür“ die Einweihung unseres komplett sanierten und im rückwärtigen Bereich umgebauten Rathauses feiern.

Das Rathaus stellt nicht nur durch seine Fassadenrenovierung, die nach den Vorgaben seines Ursprunges vorgenommen wurde, einen besonderen Blickfang dar. Mit der Fertigstellung der Bauarbeiten wird der markanteste Punkt in der Neuffener Stadtmitte in seiner Bedeutung bestätigt. Mit dem Mut zu Neuem, das die historische Stadtbildstruktur aufgreift, wird das Rathaus mit seinen alten Wurzeln einen städtebaulichen Akzent setzen, zugleich aber auch an die alte Stadtstruktur erinnern.

„Das Neuffener Rathaus sucht weit und breit seinesgleichen“, so stand es schon im Jahre 1952 in der Zeitung geschrieben. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Es steht nicht nur geographisch im Mittelpunkt unserer Stadt. Es prägt auch das Gesicht von Neuffen genauso, wie sich in ihm umgekehrt auch der Geist unserer Stadt widerspiegelt. Spät im Vergleich zu vielen anderen Gemeinden, aber nicht zu spät haben auch wir jetzt ein Rathaus, an und in dem sich der Stolz seiner Bürgerinnen und Bürger, des Gemeinderates und der gesamten Verwaltung einschließlich dem Bürgermeister zeigen darf.

Schon lange vor meiner Zeit wurde im Gemeinderat in einer Klausurtagung über den baulichen und gestalterischen Zustand unseres Rathauses diskutiert, das Thema mangels „Masse“ aber wieder verworfen. Letztendlich gab es aber nun allein schon aus energetischer Sicht kein weiteres Zögern mehr. Zumindest die uralten und undichten Fenster mussten zwingend ausgetauscht werden. In den Vorberatungen im Bauausschuss war man sich dann schnell darüber einig, dass es durchaus sinnvoll sein könnte, dies zum Anlass für eine Generalsanierung zu nehmen.

Erleichtert wurde die Entscheidung des Gemeinderates für eine Komplettsanierung durch die Möglichkeit, im Rahmen des Städtebauförderungsprogrammes, dem die Stadt Neuffen in verschiedenen unterschiedlichen Quartieren seit 1978 angehört, in den Genuss von nicht unerheblichen Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg zu kommen. Und noch weiter erleichtert wurde es dem Gemeinderat letztendlich dadurch, dass das Programm, in dem sich das Rathaus befand, definitiv im Jahr 2016, also in diesem Jahr, ausläuft.

Das ab jetzt moderne und zweckmäßige Gebäude sowie die Raumaufteilungen und Raumgestaltungen haben zu einem angenehmen und freundlichen Ambiente geführt, wovon sich jeder überzeugen kann und wie es sich mancher gar nicht vorstellen konnte. Wir wollten ein Rathaus mit Herz, ein Gebäude, dessen Fassade und Raumgliederung, dessen Ausstattung von Bildern bis zu den Beleuchtungskörpern, von der Gestaltung des neuen Trauzimmers bis zum im historischen Stil eingerichteten Sitzungssaal, ein Beispiel für schlichte, aber dennoch geschmackvolle Funktionalität geben. Ganz wichtig waren uns auch die Verbesserung der Bürgerfreundlichkeit, die alleine schon die Glastüren mit sich gebracht haben, sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für unsere Rathaus-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter.

Ein Rathaus ist mehr als nur ein Gebäude, denn es nimmt im Leben einer Kommune seit jeher eine zentrale Bedeutung ein. Es ist Sitzungsort des Gemeinderates und zugleich Inbegriff gemeindlicher Politik und kommunaler Selbstverwaltung. Darüber hinaus ist es, was an sich noch viel wichtiger ist, Anlaufstelle für eine Vielzahl von Anliegen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger in deren Alltag. „Geht Dir der Rat aus“, sagt der Volksmund, „so gehe ins Rathaus.“ Kundenfreundliche Öffnungszeiten und modernste Bürokommunikation bieten ein nach modernen Gesichtspunkten ausgerichtetes Dienstleistungsunternehmen, das ein Rathaus auch sein soll, ja sogar sein muss, so meine Devise.

Mein Dank gilt meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie insbesondere den Bewohnern und Geschäftsleuten in der unmittelbaren Nachbarschaft. Sie haben während der Bauzeit viele Erschwernisse, Lärm und Staub hinnehmen müssen.

Für die schon genannte finanzielle Unterstützung aus dem Sanierungsprogramm des Landes Baden-Württemberg habe ich der Regierung unseres Bundeslandes sowie dem Regierungspräsidium Stuttgart zu danken. Ein weiterer Dank gilt Ihnen, sehr geehrter Herr Landrat, sowie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ihres Hauses für die kompetente Unterstützung und Beratung.

Ein besonderer Dank gilt aber allen am Bau beteiligten Planern und Handwerkern, die ihr ganzes Können aufgeboten haben, um die Stadt Neuffen um ein bauliches Schmuckstück zu bereichern.

Ich darf damit unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, Besucher und Gäste im neuen Rathaus ganz herzlich begrüßen. Ich wünsche mir, dass sich alle im neuen Ambiente wohlfühlen und es als Haus der Begegnung und Kommunikation annehmen werden. Es ist Ihre Stadtverwaltung, die Sie dort in angenehmer und arbeitsgerechter Atmosphäre künftig noch besser bedienen möchte, als es in der Vergangenheit schon der Fall war. Wir alle haben Grund uns über das Werk zu freuen. Das neue Symbol unserer kommunalen Selbstverwaltung, das Sinnbild gemeindlicher Eigenverantwortung und das Zentrum lebendigen Bürgersinns stehen Ihnen weit offen.

Ach so, Geld hat die Sanierung leider auch gekostet. Für die Innensanierung kommen wir bei den auch so veranschlagten 850.000,– € raus. Mit rund 700.000,– € schlagen die Kosten für die Dach- und Fassadensanierung zu Buche. Nun könnte man zur Finanzierung die Idee unserer Vor-Vor-Vor-Vorgänger von vor rund 360 Jahren aufgreifen. Als damals nach dem Stadtbrand u. a. auch das Rathaus wieder aufgebaut wurde, hat man einfach eine objektbezogene Steuer eingeführt. Dies wollen wir aber nicht als Vorbild nehmen und sind stattdessen mit den schon angesprochenen Zuschüssen des Landes in Höhe von 60 % der förderfähigen Kosten sehr zufrieden. Und den Eigenanteil können wir aufbringen, ohne eine Kreditaufnahme zu tätigen. Darauf sind wir besonders stolz und mein abschließender Dank gilt deshalb dem gesamten Gemeinderat, der mit seinen Beschlüssen und Bereitstellung der Gelder die Maßnahme erst möglich gemacht hat.