Lieber Jörg Döpper, liebe Familie Döpper,
meine Damen und Herren des Gemeinderates Neuffen,
liebe Kollegen vom Ortschaftsrat Kappishäusern,
Herr Bundestagsabgeordneter Michael Hennrich,
Herr Kollege a. D. Erich Hartmann als Aufsichtsrat der Stadtwerke Neuffen AG,
Frau CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Conny Jathe,
sehr geehrte Vertreter der Verwaltung von Rathaus und Stadtwerke,
die Presse darf ich ebenfalls herzlich begrüßen.

Wir haben Sie zu dem heutigen Festabend eingeladen, um Ihrem und unserem Mitbürger Jörg Döpper die Bürgermedaille zu verleihen. Sie, liebe Gäste, bilden mit Ihrer Anwesenheit nicht nur den würdigen Rahmen des heutigen Abends. Sie würdigen mit Ihrer Anwesenheit auch die Leistungen von Herrn Döpper, die ihn ab heute Abend zum Träger der Neuffener Bürgermedaille machen. Dafür Ihnen allen meinen herzlichen Dank.

Die beiden Solisten Oliver Erb und Dr. Lars Bücherl haben uns mit einem ersten Stück schon auf den heutigen Festabend eingestimmt. Ganz herzlichen Dank für die wirklich tolle Gesangsdarbietung. Wir werden Ihnen nachher sehr gerne noch zu weiteren Stücken aufmerksame Zuhörer sein, das darf ich Ihnen bereits jetzt schon versprechen.

Lieber Jörg, im zuständigen Ehrungsausschuss der Stadt Neuffen, der über die Verleihung der Bürgermedaille bestimmt, gab es ob Deines ehrenamtlichen Wirkens für Dein Neuffen keine langen Überlegungen oder gar Diskussionen, sondern ein eindeutiges und einstimmiges JA, das Dir die heutige Auszeichnung ohne Wenn und Aber zusteht. Im Namen Deiner Mitbürgerinnen und Mitbürger, im Namen des gesamten Gemeinderates und meiner Verwaltung darf ich mich bei Dir ganz herzlich für Deinen Einsatz im Dienste des Ehrenamtes bedanken. In diesen Dank darf ich selbstverständlich Deine Ehefrau Christa mit einbeziehen, die ob Deines ehrenamtlichen Wirkens sehr oft daheim auf den Ehemann hat verzichten müssen.

Lieber Jörg, Du warst 35 Jahre Stadtrat und hast Dich nach der diesjährigen Kommunalwahl in den kommunalpolitischen Ruhestand verabschiedet. Hast in der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderats im Juli einfach gesagt „Ich bin dann mal weg“. Du hast über 35 Jahre ein Amt ausgeübt, das im Laufe der Jahre nicht leichter geworden war. Aber trotz aller Anstrengungen, die so ein Ratsmandat mit sich bringt, weiß ich, dass Dir die Tätigkeit auch Freude und Zufriedenheit gebracht hat.

Kommunalpolitik bedeutet oftmals ein langsames aber starkes Durchbohren von dicken und teilweise auch harten Brettern. Und es gehört ebenfalls zur Kommunalpolitik, dass man nicht mit allen Ideen und Vorschlägen durchkommt. Manchmal sind die Bretter eben doch härter als die Bohrer. Rückschläge hast auch Du sportlich hingenommen, ein beharrliches Weiterbohren war Deine Devise. Und das war auch gut so.

Aber Du warst über die 35 Jahre nicht nur Stadtrat, sondern die letzten 30 Jahre davon Stellvertreter des Bürgermeisters. Davon die letzten 8 ½ Jahre von mir und davor die ganzen Jahre von meinem Vorgänger Wolfgang Schmidt, den ich jetzt an dieser Stelle ganz besonders begrüßen darf.

Ich möchte zunächst besonders Deinen enormen zeitlichen Einsatz für unser Städtle hervorheben. Neben der Teilnahme an den Gemeinderats- und sonstigen Sitzungen nimmt die Vorbereitung hierauf ja schließlich auch einen breiten Raum ein. Und nicht zuletzt erwarten unsere Bürgerinnen und Bürger zu Recht, dass sich ihre Mandatsträger Zeit für sie und ihre Anliegen nehmen. Selbstverständlich benötigt man da im Einzelfall auch mal ein dickes Fell und ein hohes Maß an Frustrationstoleranz. Denn, diese politische Binsenweisheit war und ist auch Dir nicht unbekannt, man kann es eben nicht allen recht machen.

Dein Einsatz verdient aber auch schon deshalb Respekt, als Angehörige der kommunalen Gremien üblicherweise zu der Sorte Menschen gehören, die sich auch in anderer Weise bürgerschaftlich engagieren. Auch für Dich gilt die Devise: „wen der liebe Gott einmal bei der Arbeit erwischt hat, dem schickt er ständig neue Aufgaben.“

So auch bei Dir. Du warst ehrenamtlich sowohl in Deiner Kirche, aber auch in Deinem Turnerbund engagiert. Du warst Mitglied im Kirchengemeinderat und dabei auch 2. Vorsitzender der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael. Außerdem warst Du im Dekanatsrat sowie im Geschäftsführenden Ausschuss des Dekanats Esslingen. Du warst beim TB Jugendtrainer. Acht Jahre hast Du die E-Jugend trainiert. Euer und Dein größter Erfolg war der 1. Platz bei einem internationalen Turnier in Holland. Und wenn mir meine Informanten nicht falsch berichtet haben, so befindet sich in den Reihen des aktuellen Gemeinderats der eine oder andere, der unter Deinen Fittichen nicht nur den Handballsport entdeckt hat, sondern bei dem genannten Turnier ebenfalls aktiv dabei war. Seit über 10 Jahren bist Du Vorsitzender des Vereins Heilstätte Haus Burgwald und damit verantwortlich für die REHA-Klinik in Mühltal bei Darmstadt.

Die Liste Deiner ehrenamtlichen Tätigkeiten auf der Vereinsebene ließe sich noch beliebig und lange fortsetzen. Ich komme aber wieder zurück zu Deinem Städtle Neuffen. Du hast nicht nur als Stadtrat und Stellvertreter des Bürgermeisters sehr viel bewirkt. Neuffen und seine Bürgerschaft konnten sich glücklich schätzen, dass Du lange Jahre im Landtag unsere Interessen vertreten hast und dabei natürlich auch das Eine oder andere aus der Landeshauptstadt mitbringen konntest. Hauptsächlich hat Neuffen durch Deine Unterstützung die Aufnahme in das Landessanierungsprogramm gefunden und so konnten in den Jahren Deines Wirkens unzählige Millionen Euro Landesmittel in Neuffen investiert werden. Aber nicht nur durch die Stadt in öffentlichen Gebäuden und Plätzen oder der Stadtumfahrung. Auch die Bürgerschaft, die in den Sanierungsgebieten ihre Gebäude und Anwesen grundlegend saniert haben, ist nicht zuletzt durch Dich in den Genuss recht großzügiger Zuschüsse gekommen.

Ich selbst habe Dich als Landtagsabgeordneten auch noch erleben dürfen, wenngleich es im Jahr 2011 lediglich nur noch ein paar Monate waren. Du warst nach Stuttgart zur Landesregierung hin der beste Türöffner, den man sich nur wünschen konnte. Aber auch nach Deiner aktiven Zeit in Stuttgart sind Deine Kontakte dorthin nicht abgerissen und haben uns bis heute begleitet.

Liebe Gäste, es braucht Bürgerinnen und Bürger wie unser taufrischer Träger der Neuffener Bürgermedaille. Bürgerinnen bzw. Bürger wie Jörg Döpper, über den es über das von mir Gesagte hinaus ganz sicher noch viel mehr zu erzählen gibt. Das, was Jörg Döpper für seine und unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger geleistet hat, ist aller Ehren, ist ohne den leisesten Zweifel die Bürgermedaille der Stadt Neuffen wert.

Und damit darf ich Dich, lieber Jörg, zusammen mit Deiner Christa zu mir bitten um Dir die Bürgermedaille mit der zugehörigen Urkunde überreichen zu dürfen. Danach geht es musikalisch weiter mit Oliver Erb als Solist mit „My Way“ und Dr. Lars Bücherl mit „Time to say Goodby“, wie beide Lieder passender gar nicht sein könnten. Dann gehört das Rednerpult Dir, lieber Jörg. Und nach den Grußworten einzelner Gäste hören wir vom Gesangsduo noch das Duett „Als braver Mann“. Danach darf ich Sie alle schon jetzt recht herzlich zu unserem Ständerling zu Ehren des Geehrten einladen.

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