Sehr geehrter Herr Pfarrer Groh,
liebe Familie Groh,
sehr geehrter Herr Dekan Waldmann,
werte Mitglieder des Kirchengemeinderates,
liebe Pfarrgemeinde,
liebe Gäste,

gerne bin ich der Bitte nachgekommen, Sie, sehr geehrter Herr Groh, für die weltliche Gemeinde als neuen Pfarrer der Kirchengemeinde Neuffen in unserer Stadt zu begrüßen. Ich heiße Sie und Ihre Familie für Ihre neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger, für den Gemeinderat und für die Verwaltung herzlich willkommen.

Ich habe jetzt die Ehre, schon wieder hier vom Altar aus grüßen und reden zu dürfen. Wie oft ich wegen Verabschiedungen und Begrüßungen Ihrer Vorgänger sowie Pfarrdiakone hier gestanden bin, das vergessen wir einfach mal und halten keinen Rückblick. Jetzt ist es mir vergönnt, wieder jemanden willkommen zu heißen. Und auch die weltliche Gemeinde freut sich, dass die Vakanz zum Glück nur wenige Monate angehalten hat, mit dem heutigen Tag beendet ist und gratuliert Ihnen zu Ihrer Ernennung.

Sie haben auf Ihrer persönlichen Reise alles richtig gemacht. Von Berlin nach Stuttgart, von Stuttgart nach Böblingen und nun von Böblingen nach Neuffen. Sich also immer in Städten aufgehalten und immer eine Steigerung vorgenommen. Zwar nicht einwohnermäßig, da sind Sie gerade umgekehrt verfahren. Aber auf jeden Fall von der Attraktivität her, da haben Sie unser Neuffen völlig zu recht an den Schluss Ihrer bisherigen Wanderung gesetzt.

Ihren Vorgänger, Herrn Pfarrer Seibold, wollte ich eigentlich mit einem Gutschein für freies Parken in Neuffen willkommen heißen, damit er ohne Sorge, vom Rathaus ständig Knöllchen zu bekommen, seine Hausbesuche machen könnte. Dann ist er mir allerdings mit seiner Aussage, er würde Neuffen mit dem Fahrrad erkunden, gehörig dazwischen gekommen. Als Ersatz hatte ich ihm dann eine DVD-Sammlung von „Don Camillo und Pepone“ überreicht, verbunden mit der Hoffnung, dass wir die Geschichte unserer Film-Kollegen nicht in die Tat umsetzen müssen.

Diese Film-Sammlung bekommen Sie natürlich nicht, das wäre ja langweilig. Dafür die DVD „Immer die Radfahrer“ mit Heinz Erhardt. Anlässlich unserer ersten Begegnung haben Sie angedeutet, zumindest radfahrtechnisch in die Fußstapfen Ihres Vorgängers treten zu wollen. Aber dorthin, wo es etwas steiler zugeht in Neuffen, möchten Sie Ihre Hausbesuche doch gerne auch mal mit Ihrem Pkw vornehmen. Deshalb werde ich den Dauer-Parkschein für Neuffen nun also doch noch los. Der gilt aber natürlich nur in den erlaubten Parkflächen. Ist also kein Freibrief, so ganz vogelwild hier in Neuffen Ihr Fahrzeug abstellen zu dürfen, wo Sie vielleicht gerne möchten. Und schließlich habe ich noch zwei Bücher über Neuffen dabei. Sie werden beim Vergleich der Gegenwart mit der Vergangenheit schnell feststellen, dass sich hier im Täle einiges verändert hat.

Selbstverständlich soll auch Ihre Ehefrau hier und heute nicht leer ausgehen. Den obligatorischen Blumenstrauß haben wir abgewandelt in einen Gutschein. Der hält länger und Sie, liebe Frau Groh, können ihn dann einlösen, wenn die Geschenke Ihres Mannes mal nachlassen sollten.

Grußworte sind wie Wolken am Himmel. Sind sie vorübergezogen, kann es ein richtig schöner Tag werden. Deshalb möchte ich mich auch nicht weiter hier aufhalten und darf Ihnen und Ihrer Familie ein schnelles Einleben in unsere Gemeinschaft und Ihnen persönlich viel Erfolg bei Ihrer Arbeit wünschen. Für die Stadtverwaltung und unseren Gemeinderat, aber auch ganz persönlich biete ich Ihnen eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit an. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass auch wir Beide, aufbauend auf den guten Kontakten zu den Kirchengemeinden in der Stadt, kooperativ im Interesse der uns anvertrauten Menschen zusammenarbeiten werden.

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